Lucha Libre ist eine eigene Art von »Professional Wrestling«, die sich circa um 1930 in Mexiko entwickelte und bedeutet übersetzt »freier Kampf«. Lucha Libre zeichnet sich durch kräftige, verkleidete Männer aus, die sich gegenseitig durch den Ring werfen, sich beschimpfen, wo Schiedsrichter überflüssig und Regeln nicht zu existieren scheinen. Bei diesem, in Mexiko so beliebten, Sport geht es um das ständige Kräftemessen zwischen Gut und Böse. Die Luchadore (Wrestler) schlüpfen bei den Kämpfen in die Rolle von Heiligen, Gespenstern und Monstern und nehmen entsprechend der ihnen zugedachten Rolle animalische, außerirdische oder heldenähnliche Eigenschaften an.

Ich habe vier Magazine und eine Fotobroschüre ausgearbeitet. Dem Betrachter möchte ich damit einen Einblick in die Welt des Lucha Libre und damit auch ein stückweit in die mexikanische Kultur geben. Die Arbeit läd zur Interaktion ein.

Sie zeigt erstens wie man sich selbst einen Luchador gestaltet, zweitens wie man als Luchador trainiert, drittens was man in einer Arena zu erwarten hat und viertens gebe ich noch einige wissenswerte Informationen zum anlesen über das Lucha Libre. Die Fotobroschüre zeigt eine Fotostrecke meines selbst ausgedachten und gestalteten Luchador. Mit Hilfe der Magazine soll man sich eine Vorstellung von der visuellen Überflutung machen, die man in Mexiko – besonders im Lucha Libre – antrifft. Meine Arbeit bewegt sich in einem begrenzten Bereich, so dass der Betrachter durch das visuelle Chaos nicht überfordert wird. Er kann Einzelheiten für sich herausselektieren und hat die Möglichkeit seine persönlichen Assoziationen mit einzubringen.


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