Entwicklung eines Einpersonen-Elektro-Zugfahrzeuges

Laufzeit: Juni 2009 - Dezember 2011 / ZIM/KF-Projekt; Förderkennzeichen KF2499301RA9; 2010-2011 / Prof. Tom Philipps

Zielsetzung

In den letzten Jahren drängt eine Vielzahl an Elektrofahrzeugen auf den Markt. Ursache hierfür ist die Verfügbarkeit zunehmend leistungsfähiger Akkus und entsprechender Elektromotoren, die die technologische Grundlage dieser Fahrzeuge ermöglichen. Hinzu kommt die Forderung nach einem sparsamen Umgang mit Energieressourcen. Gesetzesänderungen sorgen zusätzlich für eine Bewusstseinsänderung der Gesellschaft. Dies führt dazu, dass ökologische Antriebsalternativen zunehmend angenommen werden.

Es sollte ein neuartiges Zugfahrzeug innerhalb der Gruppe der offenen elektroangetriebenen Einpersonenfahrzeuge entwickelt werden.

Ausgangssituation

Dem Institut standen zu Beginn des Projekts die Entwicklungen der ehemaligen easyGlider AG (Schweiz) und die Designstudien der Formart Industrial Design GmbH zur Verfügung. Auf Grundlage dieser Ausgangsbasis wurden gemeinsam die unterschiedlichen Arbeitspakete des F&E-Projekts in Kooperation mit dem Fachbereich Elektrotechnik der h_da und dem Institut für Produktentwicklung (pmd) der TU-Darmstadt bearbeitet.

Der Industriepartner Funk Dreidimensional war für die Realsierug der Funktionsaufbauten verantwortlich und befasste sich erstmals mit der Entwicklung von Beförderungssystemen sowie deren konstruktionsspezifischen mechanischen, fahrphysikalischen, elektrischen Anforderungen als auch mit elektronischen und energietechnischen Problematiken.

Forschung- und Entwicklung

Durch technologische Innovationen sollte ein alltagstaugliches Zuggerät entwickelt werden, das sowohl im sportiven Segment als auch als Transportmittel im urbanen Raum eine Alternative zum eBike oder Mofa darstellt und letztendlich einer breiten Masse an Nutzern zugänglich wird.

Die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte des Projekts fokussieren sieben Themengruppen:

•    Untersuchung inwieweit der Anpressdruck im Beschleunigungsfall erhöht wird
•    Entwicklung einer innovativen Fahrzeuggeometrie
•    Untersuchung der Komponentenanordnung zur Optimierung des Fahrverhaltens
•    Einsatz von Faserverbundmaterialien (Gelenk, tragender Fahrzeugrahmen)
•    Entwicklung eines modularen Fahrzeugsystems
•    Entwicklung Intelligentes Energiemanagement
•    Integration der Energiespeicher (Akkus) in das Volumen des Antriebrades

Mit der Durchführung dieses Projekts hat das Institut für Industrie-Design unter Berücksichtigung der entwickelten C.E.S.A.R.-Methodik seine Technologiekompetenz auf Gebiete ausgedehnt und verifiziert, die über die bisherigen Kompetenzfelder hinausgehen und nachgewiesen, dass mit dieser Methodik komplexe technologische Aufgaben systematisch gelöst werden können.

Unser Industroie-Partner Funk Dreidimensional befasste sich erstmals mit der Entwicklung von Beförderungssystemen sowie deren konstruktionsspezifischen mechanischen, fahrphysikalischen, elektrischen Anforderungen als auch mit elektronischen und energietechnischen Problematiken.

Abb. 1 - HMI 2012
Abb. 2 - HMI 2012
Abb. 3 - 19. Innovationstag BMWI 2012
Abb. 4 - 19. Innovationstag BMWI 2012
Abb. 5-6 Technische Daten