Andy Warhol:
„In August '62 I startet doing silkscreens. ...
With silkscreen, you pick a photo, blow it up, transfer it in glue onto silk,
and then roll ink across it so that the ink goes through the silk but not through the glue.
...It was all so simple-quick and chancy. I was thrilled with it.“
„Im August '62 begann ich zu siebdrucken....
Für einen Siebdruck nimmst du ein Foto, vergrößerst es, überträgst es mit Leim auf das Sieb
und dann rollt man Farbe darüber, so daß sie durch das Gewebe aber nicht durch die Schicht geht....
Es war alles so einfach, schnell und zufällig. Ich war total begeistert.“
zitiert aus POPism in Andy Warhol: A Retrospective S.78 NewYork 1989
Auch wenn sich im Detail viel seit '62 geändert hat:
Immer noch ist Siebdruck im Prinzip so einfach, wie Warhol das beschreibt.
Siebdruck ist das universelle Druckverfahren, mit dem man (fast) alle Materialien bedrucken kann:
Papier, Pappe und Kunsstoff, Aufkleber und Aufsteller, Displays und Leuchtkästen, Sport- und Arbeitsgeräte, Skalen und Elektronische Bauteile, Glas und Porzelan, Textilien und HiTec-Materialien...
Doch es ist ein weiter Weg vom simplen Prinzip zur praktischen Realisation. Die Studenten erlernen a l l e für einen Siebdruck notwendigen Schritte im Grund-Kurs:
Dazu gehört der gesamte Bereich der Druckvorlagenherstellung - also Reproduktion der Vorlage und Filmvergrößerung auf das gewünschte Format, das Schneiden der Maskierfolien für die Farbauszüge sowie die Retusche und die Montage.
Dann folgt die Siebherstellung: Die Beschichtung mit lichtempfindlicher Kopierschicht, die Belichtung und das Auswaschen der Druckform. Anschließend werden die Farben angemischt und das Sieb auf dem Drucktisch eingerichtet. Endlich kann eine kleine Auflage eigenhändig gedruckt werden. Zum Schluß muß das Sieb von Farbe gereinigt und entschichtet werden. Für jede Farbe wiederholen sich diese Arbeitsabläufe.
Für die höheren Semester wird Experimentelles Gestalten angeboten.
Auf den erworbenen Kenntnissen aufbauend wird jetzt die Technik eingesetzt, um aufwändigere und auch größere Motive besonders kreativ umzusetzen. Durch geschicktes Kombinieren von Farben und Formen entstehen oft Druckserien bei dem kein Blatt dem anderen gleicht - man erhält also lauter Unikate.
unzählige Siebe für A3, A2 und A1
Siebbeschichtung
Trockenschrank
Vakuum-Kopier-Rahmen für DinA 0
Metall-Halogenid-Lampe 3000 W
beleuchtetes Sieb-Auswaschbecken
Entschichter-Becken mit 80 bar Hochdruck-Reiniger
1 Leuchttisch für Retusche
5 Handdruck-Tische (4 x A1, 1 x A0)
8 Arbeitstische
Farb- und Chemikalien-Lager
Reprokamera Agfa 510 (für A3)
Vergrösserer Durst 13 x 18, Standgerät mit extremen Verstellmöglichkeiten und Repro-Beleuchtung
Vergrösserer Durst 9 x 12, Tischgerät mit Repro-Beleuchtung
Laborbecken für 3 60er Schalen
Kursbeschreibung:
Es wird ein mehrfarbiges Motiv im Format Din A3 gedruckt. Arbeitsumfang:
Repro von einer Vorlage auf Lithfilm 9x12 cm, Vergrößerung auf Lithfilm Din A3;
Farbauszüge von Hand aus Maskierfolie schneiden;
Siebbeschichtung, -belichtung und -entwicklung;
Siebeinrichtung, Farbenmischen, Drucken, Reinigung;
Siebentschichtung;
Aufziehen
Kursbeschreibung:
Druck einer Serie von ca. 3 – 4 Motiven, im Format 60 x 60 cm.
Durch geschickte Kombination der Siebe entstehen ca. 50 bis 100 Unikate. Warhol läßt grüßen.
Freie Themenwahl - nach Absprache.