Auszeichnung: Longlist (51 von 177 eingereichten Büchern) beim Förderpreis für junge Buchgestaltung der Stiftung Buchkunst 2016 (zum Wettbewerb).

Insgesamt wird eine Verstörung präsentiert – eine Welt, die aus ihren Fugen geraten ist. Die Texte und Bilder wecken ein Gefühl von unvollendetem Unbehagen. Aber letztlich weiß man nicht, was die Verunsicherung und Rastlosigkeit entstehen lässt. Man kennt den Grund nicht, der die Figuren in ihre Abtrünnigkeit treiben könnte – oder ist es nur die Grundlosigkeit des Lebens, das Fehlen einer Substanz? Die Figuren, Formen, Flächen werden überspitzt, typisiert oder zerlaufen in ihrer Diffusität. Und was folgt der Dekonstruktion? Endprodukt ist eine Absurdität, es driftet ins Gestaltlose. Zugleich ist der Witz des Absurden, Arbiträren etwas ungemein Formvolles, Lebendiges, was Lust auf das Leben macht. Das Glück wird zwar negiert, weil es nicht allumfassend ist, aber dennoch findet es sich wieder in den kleinen Dingen. Ein liebevoller Trost. Ein kleiner Kristall im noch amorphen Material. (Text von Judith Kleiß)

Das Buch ist der erste Band einer geplanten Reihe der Zwillingsbrüder Christof und David Heinz.


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