Wer kennt das nicht: Ein Tag gleicht dem anderen. Aufstehen. Frühstücken. Arbeiten. Feierabend. Essen. Schlafen. Besonderheiten gibt es kaum, stattdessen endlose Routine. Hinzu kommt der, von außen auferlegte, Konkurrenzkampf – jeder muss noch schneller, stärker und besser sein, als der andere und wer das nicht schafft, erfüllt nicht die Erwartungen. In all der Hektik fehlt uns oft die Zeit und die Distanz unseren Alltag, oder Momente dessen, bewusst wahrzunehmen. In den 5 Arbeiten (Paradies Markt (Siebdrucke), Lecanora conizaeoides (Foto-Print), Lochgitter (Pappe gelasert), Zunderschwamm (3d-Gipsdrucke), Breitwegerich (Video) der Ausstellung Zeit–Lupe geht es darum, den Betrachter mit seiner eigenen Normalität zu konfrontieren. Gewöhnliche Dinge werden mit Hilfe verschiedener Methoden des „sichtbar Machens“ gezeigt. Die dargestellten Nebensächlichkeiten des Alltags werden so aus ihrem Kontext enthoben und der Betrachter wird bewusst auf seine Umwelt aufmerksam gemacht. Er soll dazu bewegt werden, näher hinzuschauen, zu hinterfragen, nichts als gegeben zu nehmen und die Ästhetik des Alltags zu erkennen und schätzen zu lernen. Zeit–Lupe ist eine Aufforderung zur Achtsamkeit.


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