In dem Satz »Wer nicht denken will fliegt raus.« (1977) formuliert Joseph Beuys eine Doktrin, die jeder künstlerischen Auseinandersetzung zu Grunde liegen sollte; sowohl in der Produktion, als auch in der Rezeption von Kunst.
Die Arbeit nimmt Bezug auf diese Aussage, durch die Anordnung der Bilder entsteht ein dynamischer Raum zwischen Eindruck und Ausdruck, Subjektivität und Objektivität. Somit entsteht ein Dialog zwischen dem Buch und dem Leser, welcher eine subjektive Geschichte beschreibt, die von den kognitiven und emotionalen Werten abhängig ist. Es fordert einerseits die Reflexion des Lesers, andererseits die Intuition, die nicht vernunftorientiert ist und die Basis aller kreativer Gedankenprozesse bildet.
Es reicht nicht aus, sich auf die Wort-Bild-Assoziationen zu verlassen, welche das Grundgerüst bilden. Der Betrachter ist gefordert Sinnzusammenhänge zwischen einzelnen Bildern zu erkennen und die eigenen Sehgewohnheiten aufzulösen.
Wer sich dem nicht öffnet, fliegt raus.


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