Der Faber Kaffeebereiter besteht aus lediglich vier Bauteilen - einer Kanne, einem Kocher, einer Mühle sowie einem Siebträger. Zunächst wird der Kocher mit der gewünschten Menge Wasser befüllt. An der Innenwand befindet sich hierzu eine gut lesbare Skala, die ein unkompliziertes Abmessen ermöglicht. Der befüllte Kocher wird nun auf den Herd gestellt und erhitzt. Wer bereits einen Wasserkocher hat, kann diesen Schritt selbstverständlich auch überspringen und den Faber Kocher später direkt mit heißem Wasser befüllen. Während das Wasser erhitzt wird, kann der Kaffee gemahlen werden. Dazu wird unten an die Mühle der Siebträger angeschraubt. Zur genauen Dosierung der benötigten Kaffeebohnenmenge befindet
sich auch in der Mühle eine Skala. Nach dem Einfüllen der Bohnen kann direkt gemahlen werden. Eine Mahlgradeinstellung ist nicht notwendig. Die Faber Mühle mahlt den Kaffee ausschließlich in der für Espresso benötigten, feinsten Mahlstufe, direkt in den Siebträger. Sobald die benötigte Menge an Bohnen gemahlen ist, wird der Siebträger von der Mühle ab und an die Kanne angeschraubt. Das Gewinde ist dabei so konzipiert, dass beim Einschrauben des Siebträgers eine Kompression des Mahlguts, der Fachmann spricht vom „Tampen“, stattfindet. Das Tampen ist beim Espresso zwingend notwendig, schließlich wird der Brühdruck von sieben bis neun bar später direkt gegen das Kaffeemehl aufgebaut. Bei unzureichender
Verdichtung lässt sich folgerichtig der benötigte Druck nicht erzeugen. Zudem ist es wichtig, orthogonal zu tampen, andernfalls würde sich das Wasser beim Brühen den kürzesten Weg durch die dünnste bzw. am geringsten verdichtete Stelle im Kaffeepulver suchen und in diesen Bereichen stark extrahieren, in den dickeren bzw. stärker verdichteten Bereichen hingegen kaum.

Das Gewinde sorgt bei mäßigem Kraftaufwand stets für eine optimale und gleichmäßige Kompression des Kaffeepulvers und somit später für eine gleichmäßige Extraktion. Die fertig vorbereitete Kanne mit dem angeschraubten Siebträger wird nun im nächsten Schritt auf den Kocher mit dem mittlerweile heißen Wasser aufgesetzt. Dazu wird der Kocher vom Herd genommen. Sowohl der Kocher als auch die Kanne sind Isolierbehälter, und lassen sich trotz ihres heißen Inhalts problemlos seitlich anfassen. Mit maximal 20 Umdrehungen wird nun die Kanne in den Kocher eingeschraubt. Dabei wird der Kocher mit einer Hand am
unteren Vorsprung festgehalten, während die andere Hand die Kanne am Drehgriff im Kreis führt. Die ersten Umdrehungen erfordern kaum Kraft, sobald die Dichtungen greifen sind am Drehgriff etwa 30 Newton aufzubringen. Im Inneren des Kochers senkt sich die Kanne mit dem angeschraubten Siebträger nun immer tiefer in die Wasserkammer. Der Druck in der Kammer steigt, da Wasser nahezu inkompressibel ist, weicht es aus. Die einzige mögliche Richtung hierfür ist nach oben, durch das verdichtete Kaffeepulver. Das Wasser durchfließt das Kaffeepulver im Siebträger, es findet die Espresso typische Druckextraktion statt. Über ein Steigrohr gelangt der Espresso von hier aus nach oben in den eigentlichen Kannenbehälter
- Der Kaffee ist fertig. Je nach zu Beginn gewählter Wasser- und Kaffeemenge lässt sich die Kanne unterschiedlich tief in den Kocher einschrauben. Dabei bleibt die Kanne bei einer größeren Menge Espresso, Faber macht bis zu sechs Portionen gleichzeitig, ein kleines Stückchen höher.


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