Diplom Fachgespräch, Typografie

Eine Neuinterpretation der von Paul Renner geschaffenen Schrift »Futura«.

Die »Neue Futura« ist keine Hommage an das Werk Paul Renners, noch weniger ist sie ein Revival der »Futura«. Sie ist eine formale Auseinandersetzung und Neuinterpretation der Gestaltungsprinzipien, die Renner der »Futura« zugrunde gelegt hat. So wird versucht, das Konzept der »Schrift unserer Zeit« in die heutige zu transportieren und es von seiner historischen Last zu befreien.

Der Ausgangspunkt des Projekt war ein Workshop unter der Leitung von Jérôme Knebusch, der 2017 im Rahmen der Ausstellung »Futura. Die Schrift« im Gutenberg Museum in Mainz statt fand. Er war der Aufgabe verschrieben, die »Futura«-Schriftfamilie mit der Gestaltung eines Super Extra Bold Schnittes weiter auszubauen.

Dabei erforderte das Gewicht der Schrift, hinsichtlich der Proportionen und der Lesbarkeit, mitunter radikale Gestaltungsentscheidungen. So entstand eine individuelle Formsprache, die sich teils stark von der »Futura« distanziert.

Diese Eigenart veranlasste mich, auf Grundlage des Super Extra Bold Schnittes, eine eigenständige Schriftfamilie zu entwicklen – die »Neue Futura«.


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