Zufälle sind Ereignisse, deren Ursache wir nicht erklären können. Es stellt sich die Frage ob dies auf einen Informationsmangel zurückzuführen ist, oder ob dieses Ereignis von vornherein nicht geklärt werden kann. Ist der Zufall eine unvorhersehbare Kraft oder liegen auch ihm Prozesse zugrunde, die sich uns im ersten Moment nicht erschließen? Unsere Aufmerksamkeit richtete sich auf Zufälligkeiten im Alltag, im speziellen ein Phänomen, das beim kopieren auftritt. Dabei fiel uns Tonerschwärze auf, die zunächst willkürlich auf Kopien verteilt schien. Weitere Untersuchungen ergaben, dass dies nicht wahllos geschieht, sondern auf den Abnutzungsgrad des Kopierers zurückzuführen ist. In einem nächsten Schritt kopierten wir ohne ein Blatt auf das Vorlagenglas zu platzieren, so dass der Kopierer sich faktisch selbst kopiert und damit nur diese Abnutzungsspuren preis gibt. Die Grundlage der vorliegenden Arbeit ist es die vom Kopierer produzierten Muster aus seinem ursprünglichen Rahmen zu nehmen und in eine neue ästhetische Korrelation zu setzen. Dabei wurden die Kopien in den Druckverfahren Hochdruck, Offset und Siebdruck reproduziert und in einen neuen Kontext gehoben um somit den Zufall zu ästhetisieren. Drucke sind jeweils auf 50 Exemplare limitiert und signiert.


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