Jedes Objekt, jede Form, jedes Ding besitzt - über das eigene Sein hinaus - eine Art zweite Existenzebene in Form seines Schattens. Immer nehmen wir beides gemeinsam wahr, ohne der Schattenebene allzu viel Beachtung zu schenken.

Ausgangspunkt: Mit Hilfe von lichtempfindlichen Fotopapier auf dem ich ein Prisma platzierte, habe ich versucht den Schatten, den dieses Objekt während eines ganzen Tags wirft, festzuhalten. Als Vorlage diente mir der berechnete Sonnenverlauf des längsten Tages im Jahr, dem 21. Juni, dem Tag der Sommersonnenwende. Aus dieser Idee heraus entstand eine Serie von »Schattogrammen«. Dabei habe ich mich auf geometrische Formen beschränkt, welche die Elemente unserer Umwelt bilden.

 

Der Schatten, der als Nachhall der Form deren Existenz beschreibt, steht in diesen Arbeiten im Vordergrund. Das Objekt selbst ist nicht abgebildet.


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