Grundidee des Projekts ist die Entwicklung der jugendlichen zur erwachsenen Frau. Eine Problematik aller Heranwachsenden liegt in einer Inkongruenz des Äußeren Erscheinungbildes, das schon weitgehend dem eines Erwachsenen entspricht, mit der inneren Gefühlswelt, die noch von naiven Vorstellungen der Kindheit geprägt ist. Beispielhaft für diese Prägung sei hier die wohl bei vielen Jugendlichen des westlichen Kulturkreises vorhandene Verinnerlichung der Märchenerzählungen der Gebrüder Grimm erwähnt. Dies erzeugt einen romantisierenden Blick auf die Außenwelt, der im Gegensatz zu den Äußerlichkeiten dieser Gruppe steht (Piercing, Tattoo usw.).

Inspiriert wurde der Kurs vom Renaissance- Metier, wie man es in der Malerei von Jan Vermeer oder Antoine Watteu findet. In den Aufnahmen wird dies durch die Wahl der Locations einerseits, andererseits durch durch die Auswahl eines entsprechenden Stylings erreicht. Die Bildmotive werden aber, um Klischeehaftigkeit zu vermeiden, in die heutige Welt übersetzt ohne den märchenhaften Bezug zu verlieren. Die Übertragung ins heute wird zum einen durch die Auswahl der Ausstattung geleistet, die zwar zeitgenössisch gestaltet, aber mit modernen Elementen (z. B. Accessoires, Materialien) gebrochen wird. Zum anderen werden Elemente aus Tanz und subtiler Erotik durch die Wahl der Modelle eingeführt, die allesamt aus den Reihen der Hochschule für Tanz in Frankfurt am Main rekrutiert wurden.


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