In der Woche vom 11. Oktober bis zum 15. Oktober 2010 fanden Studierende des Fachbereiches Gestaltung der Hochschule Darmstadt mit ihren Dozentinnen eine zweite Heimat auf der Burg Frankenstein hoch über dem Rheingraben. Die aufgrund einer Sanierungsmaßnahme vorübergehend heimatlosen Gestalter-/innen bekamen vom Betreiber der Burg, Mathias Bührer, das großzügige Angebot, die Räumlichkeiten und das Areal kostenlos für Kurse in Typografie und Illustration zu nutzen. Ein vorzügliches kostengünstiges Mittagsbuffet, sonniges Herbstwetter und ein warmherziges, geduldiges Burgrestaurantteam sorgten auf dem *Campus-Frankenstein* für eine produktive Woche. Unter der fachkundigen Begleitung der Dozentinnen wurde eine Woche lang studiert, geprüft, gelesen, gesetzt, verschoben, getrennt, ausgeschossen, abgepaust, aufgenommen, abgebildet, geflattert, variiert, probiert, komponiert, gemalt, collagiert, geschnitten, geklebt, aufgehängt, verworfen, durchgestrichen, verkleinert, vergrößert, kursiv gestellt, reduziert, getippt, verworfen und neu gestaltet. Sogar die Burgkapelle diente als inspirierende Künstlerklause. *Das war rundherum eine anregende Atmosphäre*, fanden nicht nur die StudentInnen.

Typografisch bearbeitet und zeichnerisch visualisiert wurden Texte, die Nähe zum Thema Frankenstein aufweisen: Mary Shelleys Roman, der Text ihrer Mutter Mary Wollstonecraft *A Vindication of the Rights of Woman: with Strictures on Political and Moral Subjects* und *Prometheus*. Entstanden sind 80 unterschiedlich gestaltete Bücher im gleichen Format, von denen jedes Buch die Themen auf individuelle Weise anschaulich macht.


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