Das Haiabwehrsystem bildet sich aus einem 'Zaun' einzelner Bojen, die elektrische Felder im Wasser erzeugen und damit Haie fernhalten. Diese elektrischen Felder reizen die sogenannten 'lorenzinischen Ampullen', das sind Sinnesorgane am Kopf des Hais, die empfindlch auf elektrische Felder reagieren und beim Hai starke Kopfschmerzen verursachen.

Für einen Wassersportwettbewerb muss ein bestimmt Wasserabschnitt geschützt und Haie daraus vertrieben werden. Dazu wird eine Anzahl von Schwimmkörpern benötigt, die sich in einem bestimmten Abstand zueinander in einer Kette anordnen. Über ein Steuerprogramm kann die Anzahl der Bojen für eine geplante haifreien Zone bestimmt werden. Die Bojen werden ins Wasser eingesetzt, per Funk aktiviert und auf ihre jeweiligen Positionen gesteuert. Die automatische Steuerung und Kontrolle regelt den optimalen Abstand zwischen den Bojen, um die elektrischen Felder lückenlos wie ein Zaun aufrechterhalten zu können. Das Steuerprogramm kann mit Hilfe von DGPS eine Differenz von weniger als einem Meter feststellen, und entsprechende Positionskorrekturen veranlassen. Die Bojen sind mit je zwei elektromotorischen Wasserstrahlantrieben bestückt. Der zweifache Antrieb hat den Vorteil eines sehr kleinen Wendekreises, kann den Schwimmkörper auch rückwärts bewegen und somit die Position schnell korrigieren, damit das elektrische Feld zwischen den Schwimmkörpern nicht unterbrochen wird. Ihre Energie bezieht die Boje über hocheffiziente Voltaik-Solarmodule. Die auffällige Farbgebung der Schwimmkörper markiert für den Wassersportler gut erkennbar den geschützten, haifreien Bereich.


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