Unter dem Titel »Hommage« fand an der Hochschule Darmstadt, Fachbereich Gestaltung, von Studierenden des Faches »Entwurf I« eine 2-tägige Ausstellung statt.  Eine Hommage an die Werke »Throwing Three Balls in the Air to Get a Straight Line (Best of 36 Attempts)«, 1973 von John Baldessari; »Stilübungen«, 1947 von Raymond Queneau und »Looking for comfort in an uncomfortable chair«, 1950 von Bruno Munari. Gezeigt wurden Arbeiten von Ingo Lemper, Janina Roland, Larissa Spindler, Leopold Lenzgeiger, Max Scholl, Olga Koroleva, Peter Wolff Ravena Hengst, und Sebastian Blum – betreut von Prof. Frank Philippin.
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Hommage
Di, 31.01 bis Mi, 01.02.2012
10 – 16 Uhr

ENTANDENE ARBEITEN

Hommagen an »Throwing Three Balls in the Air to Get a Straight Line (Best of 36 Attempts)« John Baldessari, 1973
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01
»Experiencing »Throwing Three Balls in the Air to get a Straight Line (Best of 36 attempts)« by John Baldessari in three different ways« von Ingo Lemper. Eine Webseite (mittlerweile inaktiv) die das Werk Baldessaris akustisch, visuell und interaktiv erleben lässt.
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02
»Balls of the World« von Sebastian Blum. Wie viele verschiedenen Bälle gibt es und durch was wird ein Ball definiert?
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03
»Twelve Ways Of Throwing« von Larissa Spindler. Für die 12 Fotos von Baldessari werden 12 verschiende Ballwurftechniken dargestellt. Da bei Baldessaris Bildern jeweils 3 Bälle zu sehen sind, wurde bei dien Fotos immer 3 mal geblitzt. Der Werfer, der in Baldessaris Bildern fehlt, ist hier zu sehen – aber ohne die Bälle.
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04
»Upset Beauty« von Leopold Lenzgeiger. Baldessaris Frage, »was kann Kunst sein?« wird in dieser Arbeit durch eine Sammlung von Amateurcollagen versucht zu hinterfragen.
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05
»Kunstmaschine« von Max Scholl. Diese Arbeit entstand durch einen Versuchsaufbau für ein Pseudo-Experiment, der sich mit Neutralität befasst. Mit einem eigens konzipierten Katapult werden Bälle in die Luft geschleudert und per Video festgehalten.
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06
»All Balls in the Air to get a Straight Line« von Olga Koroleva. Die Form dieses Heftes ergibt sich durch das Übereinanderlegen der einzelnen Bilder
Baldessaris, wobei die (imaginären) Bilder so gedreht wurden, dass die Bälle der verschiedenen Bilder alle auf einer waagrechten Linie liegen.
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07
»Rotating three balls in a line to get three compositions« von Ravena Hengst. Durch das Rotieren der einzelnen Fotografien Baldessaris in verschiedenen Winkeln und das Entwickeln verschiedener Verteilungssysteme in denen die Bälle zu Musiknoten werden, entstanden drei Kompositionen.
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08
»Connecting Twelve Points To Get A Crystalline Object« von Peter Wolff. Durch das übereinanderlegen der einzelnen Fotografien und das verbinden der Bälle aus Baldessaris Arbeit entsteht ein dreidimensionales Kristallobjekt.
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09
»The international Baldessari« von Janina Roland. Die internationale Antwort auf John Baldessaris Arbeit mit Hilfe von verschiedenen Sprachen, Wörterbüchern und Zufallssystemen.

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Hommagen an »Stilübungen« Raymond Queneau, 1947
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10
»Perspektiven im Alltag« von Ingo Lemper. Auf Basis eines Zitats von Hermann Hesse wird die Idee des Buches von Queneau filmisch verarbeitet. Im Alltag begegnen uns genauso Dinge, die auf den ersten Blick immer gleich erscheinen, sich aber aus vielen individuellen Perspektiven betrachten lassen.
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11
»Tarte aux Nombres« von Sebastian Blum. In Queneau`s Stilübungen werden oft unwichtige Einzelheiten sehr genau beschrieben, und das in 99 Stilen. Auf Grund dieser Details und der Zahl 99 wollte ich versuchen Frankreich (Der Autor ist Franzose) in Zahlen zu repräsentieren – mit zugegeben mehr oder minder wichtigen Fakten.
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12
»99« von Larissa Spindler. Aus der Frage, wieso Queneau gerade neunundneunzig Kurzgeschichten schrieb, ergab sich die Idee, verschiedene Bedeutungen und Vorkommen der Zahl 99 durch eine filmische Animation darzustellen.
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13
»Welche Realität« von Leopold Lenzgeiger
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14
»Ein Zimmer« von Max Scholl. Ein Zimmer besteht aus 18 Fotocollagen zu je drei Fragmenten. Das Panoramabild eines Wohnzimmers wurde in einzelne Fragmente unterteilt, die unterschiedlich viele Informationen zu dem Zimmer enthalten.
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15
»Stilvolle Halsübungen« von Olga Koroleva. Der Hals der Hauptfigur in Queneaus Geschichten spielt eine große Rolle und wird mehrmals unterschiedlichste beschrieben. Auf den Karten wurde für jede der 99 Geschichtsvariationen ein Hals interpretiert und visualisiert.
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16 »Neunmal Darmstadt« von Ravena Hengst. Grafische Darstellung verschiedener Elemente, welche aus einem Stadtplan Darmstadts extrahiert wurden. Grünflächen, Straßen, Schienenverkehr, Wohngebiete, Gewerbeflächen, Fuß- & Radwege, Gewässer, Beschriftungen, Waldgebiet.
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17
»Direction Panthéon« von Peter Wolff. Eine 2 km lange Busfahrt durch das 8. Arrondissement in Paris basierend auf den Beschreibungen des Weges in Queneaus Geschichte(n).
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18
»Umrundungsdiagramm« von Janina Roland. Ansichten auf die Elisabethkirche in Marburg.

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Hommagen an »Looking for comfort in an uncomfortable chair« Bruno Munari, 1950
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19
»Das Leben ist 2H« von Ingo Lemper. Dieses Heft handelt über einen Bleistift, der eigentlich zu kurz zum schreiben ist. Mit Hilfe seines Besitzers und diversen Hilfsmitteln erzählt er von sich und findet ein würdiges Ende seiner Existenz.
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20
»Komfort« von Sebastian Blum. Was ist Komfort und was ist Diskomfort – eine Umfrage.
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21
»Uncomfortable Newspaper« von Larissa Spindler. Aus Sicht der in Munaris Bildern vorkommenden Zeitung ergeben sich interessante Perspektiven und Unschärfen, die das Durcheinander und den Diskomfort verdeutlichen.
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22
»Der perfekte Stuhl« von Leopold Lenzgeiger. Die Suche nach Perfektion und die Ergebnisse dieser Suche werden hier durch Stuhlentwürfe, basierend auf einer Umfrage illustriert.
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»Weniger ist mehr« von Max Scholl. Ein Stop-Motion Film, der die Suche nach Komfort zum Thema hat. Der elektrisch verstellbare Massagesessel steht dabei als Symbol für die technischen und gestalterischen Raffinessen, die uns im Alltag noch mehr Komfort bieten sollen.
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24
»Unkomfortable Suche nach komfortabler Trinkposition« von Olga Koroleva. Manchmal macht man sich die Dinge des Alltags schwieriger als sie sind. Diese Skulptur greift diesen Gedanken anhand einer Trinkpackung auf.
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25
»The comfortable uncomfortable chair« von Ravena Hengst. Verschiedene Ansätze die Drehstühle des FBG der h_da mit unterschiedlichen Mitteln bequemer zu gestalten.
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26
»12 chairs – 1 hour« von Peter Wolff. Eine Dokumentation über den Versuch, zwölf verschiedene Stühle mithilfe eines subjektiven Systems zu bewerten.
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27
»Comfort Fitness« von Janina Roland. Fitnessübungen, um unkomfortablen Situationen im Alltag gelassen gegenüberzutreten.


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