Im Zuge der Recherche zu meinem Diplomthema »Evolution« bin ich auf die Mendelschen Vererbungsregeln gestoßen. Es gibt die drei Mendelschen Vererbungsregeln: intermediäre Vererbung, kodominante Vererbung und dominant-rezessive Vererbung. Da Mendel bei seinen Versuchsreihen vor allem die visuellen Ausprägungen (Phenotyp) untersucht und beobachtet hat, kam ich auf die Idee diese Vererbungsregeln auf gestaltete Objekte anzuwenden.

Exemplarisch habe ich die Regeln mit verschiedenen Trinkgläsern durchgespielt. Folgende Gläser habe ich gekreuzt: Weinglas x Schnapsglas, Teeglas x Ikea-Glas, Cognacglas x (Vänlig) Ikea-Glas, Ikea-Glas x Sektglas, Weinglas x (Vänlig) Ikea-Glas, Cognacglas x Saftglas, Weizenglas x (Vänlig) Ikea-Glas.

Die Kreuzungen habe ich anhand von Infografiken dargestellt, die in ihrer Darstellung an die bekannten Vererbungstafeln aus der Biologie erinnern. Von den Ergebnissen habe ich Glasobjekte von einer Glasbläserin herstellen lassen. In meiner Arbeit ging es mir nicht darum zweckmäßige oder ästhetische Gegenstände bzw. Objekte zu generieren. Ich möchte dem Betrachter auch keine vorgefertige Deutung der Arbeit, bzw. der Objekte geben. Möglicherweise ist durch die Kreuzung zweier Trinkgläser eine Glasskulptur entstanden, vielleicht ist es immer noch ein Trinkglas.

Gewinner in Output 15 (Jahr 2012)


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