Im Traum ziehen wir uns in unsere eigene Welt zurück und grenzen alle anderen Menschen aus. Mit dem Kurzfilm «Dream a little Dream with me» möchte ich versuchen diese Grenzen aufzuheben. 

14 Menschen zeichneten für mich eine Figur aus einem Traum, an den sie sich besonders gut erinnern können. Eine der gezeichneten Figuren stammt von mir selbst. Mit Hilfe des Kurzfilms möchte ich gemeinsam mit den 14 anderen einen einzigen Traum träumen.

Die Zeichnungen der einzelnen Personen wurden von mir digitalisiert, aber nicht verändert, um die Individualität der Träume beizubehalten.

Wie Sigmund Freud in seiner Traumtheorie feststellte, entsteht so ein einziger Traum mit vielen unterschied-

lichen Themen, die im ersten Moment keine Gemeinsamkeiten haben. Um eine Verbindung zwischen ihnen herzustellen und sie auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, benötigt man, wie Freud beschreibt, eine Veränderung des sprachlichen oder visuellen Ausdrucks. Diese Anpassung der einzelnen Träume aneinander geschieht in meinem Kurzfilm durch die Vereinheitlichung des visuellen Ausdrucks zu einer schwarz-weißen gezeichneten Darstellung.

Durch die Verschmelzung der Träume und die Übergänge von einem zum nächsten entstehen auch zeichnerisch die von Freud beschriebenen Mischwesen und Zwischengedanken. Es werden also die durch den individuellen Traum gegebenen Grenzen überschritten, bzw. aufgehoben und es entsteht eine einzige gemeinsame, grenzenlose Traumwelt. 


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