Ist es nicht verblüffend, dass wir ununterbrochen denken? Wir führen innere Gespräche, wir erwarten, analysieren, bewerten, kategorisieren, interpretieren, assoziieren, fokussieren und relativieren ständig. Und auf diese Weise entsteht unsere ganz persönliche Realität. Wie wäre es also, wenn wir versuchen würden, nachzuspüren, wie das alles sich gegenseitig bedingt? Wer in dir spricht denn gerade? Wer schüttelt den Kopf, wer oder was treibt dich an?

 

Auf diese Ideen sind wir gekommen, weil wir die Forderung „Sag was du denkst“ näher untersucht haben. Ursprünglich war das ein Fragment zum Thema „Manifest“. Nun ist es komplexer geworden. Unsere gemeinsame Denk- und Zusammenarbeit hat sich bis in unseren Alltag ausgeweitet. Wir haben unsere Art zu denken geändert, wir haben anders miteinander kommuniziert und auf gewisse Weise die Welt anders wahrgenommen. Dabei haben wir unser Thema variiert  und umbenannt in „Denk über dein Denken nach“. Außerdem haben wir Schnipsel aus Literatur, Musik und Kunst gesammelt, die sich später anfügen lassen. 

Unser Film ist als Einstieg in die Idee gedacht, dass unsere Meinungen häufig von einem Komitee aus Stimmen gefunden werden.

 

Wir wollen jedoch keinen klassischen Abschluss finden, weil dieses Thema nie erschöpft sein wird. Stattdessen möchten wir eine interaktive Website gestalten, auf der auch Anderen die Möglichkeit geboten wird, sich zu beteiligen. (Dazu sind wir dabei für das Projekt einen noch nicht durch die Wissenschaft belasteten Titel zu finden. Aktuell ziehen wir „Luzides Denken“ in Erwägung.)


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