Ob als leerstehendes Gebäude in einer Wohnsiedlung oder stehen gelassenes Zelt nach einem Festival, als Eintrag im Testament oder Klebezettel auf dem Kühlschrank, als emporragendes Denkmal oder unauffälliger Sperrmüll: Hinterlassenschaften jeglicher Form prägen unser Umfeld und sind zugleich Übermittler bestimmter oder unbestimmter Botschaften an die Nachwelt. Wenngleich auch die Botschaft nur »Sieh zu, was du damit anfangen kannst« lautet, so sind doch allesamt Träger eines Impulses, der einmal in ihnen steckte.

Für meine Diplomarbeit beschäftigte ich mich speziell mit den obsolet gewordenen, in Vergessenheit geratenen Hinterlassenschaften und stieß dabei auf meine alten Skizzenbücher bzw. den darin notierten flüchtigen Ideen, die sich während meines Studiums dort angesammelt und sich aber nie materialisiert haben.

Stellvertretend für jedes der 11 zurückliegenden Semester, in denen andere Dinge scheinbar wichtiger waren, wählte ich jeweils eine dieser hinterlassenen Ideen pro Semester aus und setzte sie nun zum Abschluss, innerhalb meiner Diplomarbeit, um. Enstanden sind 11 Arbeiten (eine Lampe, eine Farbtube, ein T-Shirt, ein Buch, etc.) die innerhalb der Diplomausstellung ausgestellt wurden und die in einem Ausstellungskatalog »verewigt und hinterlassen« wurden.


Zurück