Sechs Fotos zeigen Wege und Pfade die über die Hessische Grenze in in Richtung der umliegenden Nachbarländer führen. Diese Pfade liegen an Orten, welche die verlängerten Achsen der Karlsaue in Kassel darstellen.

Hintergrund:

Übergreifendes Thema des Kurses war die Hommage; in diesem Fall eine Hommage an die Bundesgartenschau 1981 in Kassel zu machen, welche unter dem Titel „Das veränderte Verhältnis des Menschen zu seiner natürlichen Umwelt - vom rücksichtslosen Ausbeuter zum behutsamen Gestalter“ stattfand. Ausstellungsorte waren die Karls- sowie die Fuldaaue; zwei Parkanlagen deren Gestaltung völlig unterschiedlichen Prinzipien zu Grunde liegen.

Die Karlsaue wurde ehemals als Renaissancegarten angelegt und später zum Barockgarten umgebaut. Zwei Stilrichtungen die sich sehr stark durch geometrische Konstruktion auszeichnen. In diesen Epochen war es ein Ausdruck von Macht und Überlegenheit die Natur menschlichen Regeln zu unterwerfen. Charakteristisch für die Karlsaue sind ihre langen Sichtachsen, welche am sogenannten Bowling-Green ihren Ursprung nehmen, und die sich von dort aus über fast einen Kilometer erstrecken.

Bei der Fuldaaue handelt es sich um ein ehemaliges Kies-Abbaugebiet, welches anlässlich der Bundesgartenschau in ein Naherholungsgebiet umgewandelt wurde. Bei ihrer Gestaltung sind ganz im Gegenteil zur Karlsaue nahezu keine geometrischen Regelmäßigkeiten zu entdecken. Eine „naturnahe“ Gestaltung.

Während meiner Recherche zu dieser Hommage ist mir die Tendenz, die schon in dem Titel dieser Bundesgartenschau manifestiert ist, und welche von den zwei unterschiedlichen Ausstellungsorten unterstrichen wird, im Auge geblieben: Eine Entwicklung von konstruierten hinzu natürlichen Formen in der Landschaftsgestaltung. Eine Trend der konträr zur zunehmenden Urbanisierung steht. 


Mit dieser Sammlung von Pfaden, habe ich diesen Trend zum Superlativ entwickelt. Meiner Meinung nach sind Trampelpfade die natürlichste Form von durch Menschen gestalteter Natur.


Zurück